Grafisches Symbol: angekreuzter Kreis Berliner Wahlen 2006

Pressemitteilungen des Landeswahlleiters
zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und
zu den Bezirksverordnetenversammlungen sowie zur
Volksabstimmung über die Neuregelung von Volksbegehren
und Volksentscheid in der Verfassung von Berlin
am 17. September 2006

 

Pressemitteilung W21/06 vom 31. Juli 2006

Mehr Wahlberechtigte als 2001

Der Landeswahlleiter teilt mit:

Am Sonnabend, dem 29. Juli 2006, wurden im Statistischen Landesamt Berlin die Wahlverzeichnisse für die Berliner Wahlen und die Volksabstimmung am 17. September 2006 aus dem Meldebestand des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten erstellt.

Für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin sind danach 2 436 760 Berlinerinnen und Berliner wahlberechtigt - das sind 12 000 mehr als vor fünf Jahren.

Der Bezirk mit den meisten Wahlberechtigten ist Pankow mit knapp 276 000 und der mit den wenigsten ist Spandau mit rund 161 000.

Zunahmen bei den zum Abgeordnetenhaus Wahlberechtigten gibt es in den Bezirken Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellerdorf. In den übrigen sieben Bezirken hat sich die Zahl leicht verringert.

Bei den ebenfalls am 17. September 2006 stattfindenden Wahlen zu den 12 Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) gibt es 2 614 549 Wahlberechtigte. Im Vergleich zu 2001 ist die Zahl deutlich höher und zwar um 128 489 Personen. Noch nie seit der Vereinigung im Jahr 1990 konnten bei einer Wahl in Berlin so viele Personen ihre Stimme abgeben.

Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass zu den BVV-Wahlen 2006 erstmals auch 16- und 17-Jährige wahlberechtigt sind und dass die Zahl der in Berlin lebenden wahlberechtigten Unionsbürger durch die EU Osterweiterung zum 1. Mai 2004 stark gestiegen ist. Aktuell gehören 25 Staaten zur Europäischen Union, zehn mehr als vor 5 Jahren.

Der Landeswahlleiter, Andreas Schmidt von Puskás: "Die große Zahl an Wahlberechtigten ist sehr erfreulich. Wir hoffen nun auf eine hohe Wahlbeteiligung."

Bis zum Wahltag werden sich die Wahlberechtigtenzahlen noch ändern und zwar fast ausschließlich durch Streichungen aufgrund von Fortzügen oder Todesfällen. Neuaufnahmen wird es dagegen kaum geben, da Personen, die jetzt noch nach Berlin ziehen, nicht mit abstimmen dürfen. Denn wahlberechtigt ist nur, wer mindestens seit dem 17. Juni 2006 in Berlin mit Hauptwohnung gemeldet ist. Lediglich Personen, die in Berlin leben, aber bundesweit in keinem Melderegister verzeichnet sind, können sich noch bis zum 1. September 2006 in die Wahlverzeichnisse eintragen lassen.

Wahlberechtigte bei den Berliner Wahlen
am 17. September 2006 und am 21. Oktober 2001

 
Berlin 2006 2001 Differenz
Abgeord-
neten-
haus
BVV Abgeord-
neten-
haus
BVV Abgeord-
neten-
haus
BVV
Mitte 191 578 213 986 195 459 204 931 -3 881 9 055
Friedrichshain-Kreuzberg 166 308 183 801 158 093 165 408 8 215 18 393
Pankow 275 903 292 930 265 101 270 009 10 802 22 921
Charlottenburg-Wilmersdorf 217 390 239 193 222 686 233 546 -5 296 5 647
Spandau 161 095 170 963 160 621 163 351 474 7 612
Steglitz-Zehlendorf 214 595 228 711 216 931 222 063 -2 336 6 648
Tempelhof-Schöneberg 232 327 251 103 237 813 245 634 -5 486 5 469
Neukölln 193 848 210 943 197 700 203 220 -3 852 7 723
Treptow-Köpenick 194 745 202 218 187 715 188 945 7 030 13 273
Marzahn-Hellersdorf 202 114 211 808 198 904 199 532 3 210 12 276
Lichtenberg 202 127 212 911 197 269 199 574 4 858 13 337
Reinickendorf 184 730 195 982 186 394 189 847 -1 664 6 135
Berlin 2 436 760 2 614 549 2 424 686 2 486 060 12 074 128 489
 

©  Statistisches Landesamt Berlin 2006,
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